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Lesezeit: 13 Minuten

Unaufhaltsam wie James Bond Der neue Land Rover Defender

Text: Natalie Zettl

Fotos: Land Rover; Boxel-Peitz

Bezahlte Einschaltung

Er stürzt sich in vollem Tempo durch Flüsse, Sümpfe und Wüsten – und macht dabei eine überaus gute Figur: Der neue Defender aus dem Hause Land Rover besticht durch Kraft, maskulinen Style und Modernität.

Der neue Land Rover Defender kann fast fliegen – das zeigt er voraussichtlich ab April 2021 im James Bond Film „Keine Zeit zu sterben“. Zu Recht präsentiert ihn der britische Autohersteller als fähigsten Land Rover aller Zeiten.

Verfolgungsjagden à la 007
Im Film brilliert der Newcomer aus dem Hause Land Rover vor allem bei Verfolgungsjagden – nach eingehenden Tests: „Wir haben den Defender extremeren Bedingungen ausgesetzt, als uns das vorher möglich schien“, gibt Stunt-Koordinator Lee Morrison preis. „Alles mit dem Ziel, den Bond-Fans maximale Spannung zu verschaffen.“ Und das ist gelungen: Bereits die TV-Spots mit Ausschnitten aus einzelnen Filmszenen versprechen das ultimative Abenteuer. Damit das realisiert werden konnte, führte Land Rover eigens für den Defender neue Teststandards ein – darunter auch ein Brücken-Sprungtest. Nick Collins, Direktor der Fahrzeuglinie Land Rover Defender, erklärt: „Das sind einzigartige Prüfungen, die weiter gehen als alles, was wir bisher gemacht haben. Sie gaben uns die Gewissheit, dass wir dem Stunt-Team das liefern konnten, was sie für den neuen Bond brauchten.“ Die Karosseriestruktur des Defender blieb (mit Ausnahme eines Überrollkäfigs) für die Stunts völlig unverändert.

James Bonds fahrbarer Untersatz
Bei der Entwicklung der Spezifikationen für die Filmautos arbeitete das Designteam von Land Rover eng mit Chris Corbould zusammen, dem Verantwortlichen für Spezialeffekte und Stunt-Fahrzeuge. Sie wählten den Defender 110 X in der Farbe Santorini Black aus. Für den Filmeinsatz erhielten die verwendeten Fahrzeuge einen dunklen Unterfahrschutz und ebenso dunkle 20-Zoll-Räder, auf die Spezialreifen für den harten Geländeeinsatz aufgezogen wurden. Die James Bond Defender waren dabei die allerersten Modelle, die im neuen Werk von Jaguar Land Rover in Nitra (Slowakei) vom Band liefen.

70 Jahre Land Rover Action
Im Laufe der mehr als sieben Jahrzehnte seiner Karriere spricht Land Rover verschiedenste Zielgruppen an – von Forschern und Entdeckern über Action-Fans bis hin zu abenteuerlustigen Familien. Die Entwicklung des neuen Defenders war geprägt von Respekt für das Original, das im Jahre 1948 erstmals vorgestellt wurde. Im neuen Modell spiegelt sich der Pioniergeist des ersten Land Rovers wider – und trotzdem: „Der neue Defender erweist der Vergangenheit Respekt, aber er lässt sich nicht von ihr fesseln“, erläutert Gerry McGovern, Land Rover Chief Design Officer. „Er ist gemacht für ein neues Zeitalter.“ Ein Defender ist auf den ersten Blick erkennbar: Die charakteristische Silhouette wird unter anderem von sehr kurzen Überhängen an Front und Heck geprägt, die dem Modell einen hervorragenden Böschungswinkel verschaffen: vorne 38 Grad, hinten 40 Grad, Rampenwinkel 28 Grad. Die klassischen Merkmale wurden innovativ verarbeitet: beispielsweise das alpine Fenster im Dach und die seitlich angeschlagene Hecktür samt außen angebrachtem Reserverad. Zwei Varianten gibt es: Der Defender 110 kann bereits konfiguriert und bestellt werden, der etwas minimalistischere Defender 90 ist voraussichtlich ab Ende des Jahres erhältlich.

Platz für alle(s)
Der Innenraum des Defender betont bewusst Strukturelemente und Befestigungen, die normalerweise den Blicken verborgen bleiben. Auch der Schalthebel wurde sehr prominent platziert, nämlich am Armaturenbrett. Auf diese Weise bleibt Platz für einen mittleren Klappsitz in der ersten Reihe. Dank dieser pfiffigen Lösung wird der Defender 110 mit 5, 5+2 oder 6 Sitzplätzen angeboten, der Defender 90 mit bis zu 6 Plätzen. Dabei beträgt das Ladevolumen hinter der zweiten Sitzreihe bis zu beeindruckenden 1.075 Liter. Wird noch mehr Platz benötigt, kann durch Umklappen der zweiten Reihe ein Lastenabteil mit rund 2.380 Litern geschaffen werden. Zahlreiche Details machen das neue Modell speziell und gleichzeitig alltagstauglich: Ein Beispiel für Funktionalität sind die strapazierfähigen gummierten Bodenbeläge, die leicht zu reinigen sind. Optional gibt es luxuriöse Gadgets wie beispielsweise ein Stoff-Faltdach, das Open-Air-Gefühle aufkommen lässt. Passagiere der zweiten Reihe können damit sogar „Safari Style“ aufstehen.

Karosserie deluxe
Auch die Karosserie des Defender beeindruckt: Mit D7x wurde eine neuentwickelte Karosseriearchitektur geschaffen – das x steht dabei für „extrem“. Und der Name ist hier durchaus Programm: Denn bei der auf einem leichten Aluminium-Monocoque basierenden Konstruktion handelt es sich um die steifste Karosseriestruktur, die Land Rover jemals in Serie gehen ließ. Sie ist volle drei Mal steifer als herkömmliche selbsttragende Karosserie-auf-Chassis-Lösungen und bildet damit die ideale Grundlage für die Einzelradaufhängung mit Luft- oder Schraubenfedern sowie hochmoderne elektrifizierte Antriebe.

Offroad-Spaß für jedermann
Zum außergewöhnlichen Leistungsprofil des neuen Defender trägt fraglos sein Antrieb eine gehörige Portion bei. Die vier Räder des Briten werden in gewohnter Manier permanent angetrieben, ein zweistufiges Verteilergetriebe sichert das Vorwärtskommen auch unter schwierigen Verhältnissen. Die mehr als 62.000 Einzeltests des Defender umfassten einige Testkilometer an den ungemütlichsten Plätzen der Welt – beispielsweise in der 50 Grad heißen Wüste sowie in der minus 40 Grad kalten Arktis. Selbst das Durchqueren tiefer Wasserläufe wird mit dem Defender zum entspannten Vergnügen: Die maximale Wattiefe von 900 Millimeter macht es möglich. Premiere feiert das konfigurierbare Terrain Response: Damit wird der erfahrene Offroad-Pilot in die Lage versetzt, verschiedene Fahrzeugeinstellungen an die Umgebung (oder an seine Vorlieben) anzupassen. Weniger versierte Nutzer können das System entscheiden lassen, welche Einstellungen gerade am besten geeignet sind – denn zu Terrain Response gehört auch eine intelligente Auto-Funktion. Auf trockenem Untergrund gibt es außerdem ein besonderes Zuckerl: Der Clear Sight Ground View macht die Motorhaube praktisch durchsichtig, denn Kameras übertragen Bilder vom Untergrund unmittelbar vor den Vorderrädern auf den Touchscreen im Armaturenbrett.

Leistung und Technologie
Auch in Sachen Antrieb zeigt sich der neue Defender für jede Herausforderung gerüstet: Zwei leistungsstarke Benzinmotoren stehen zur Wahl – der P300 und der P400 mit Mild-Hybridtechnologie. Auf Seiten des Diesels können Käufer zwischen den Varianten D200, D250, und D300 wählen. Alle Motoren glänzen durch Verbrauchswerte ab 7,6 Liter auf 100 Kilometer und CO2-Emissionen ab 199g/km. Felix Bräutigam, Jaguar Land Rover Chief Commercial Officer, bestätigt: „Der neue Defender übertrifft strengste Standards in Hinblick auf Emissionen.“ Neben der Leistung begeistert auch die innovative Technologie des Newcomers: Das neu entwickelte Infotainment-System Pivi Pro lässt sich intuitiv und benutzerfreundlich bedienen – in wenigen Schritten. Die „Always-on“ Funktion gewährleistet schnelle Reaktionen auf Befehle und Eingaben. 14 Einzelmodule sind in der Lage, Software-Updates über das Netz zu beziehen – sogar nachts und in entlegenen Regionen. Aktualisierungen der Elektronik gelangen verzögerungsfrei ins Fahrzeug.

Extras für jeden Geschmack
Land Rover bietet eine breite Auswahl an Varianten und Ausstattungen an. Der Newcomer rollt in den Ausstattungsversionen Defender, S, SE, HSE, First Edition und dem Topmodell Defender X an. Zusätzlich kann der Kunde zwischen vier Ausstattungspaketen wählen – je nach Vorhaben und Anforderungen. Top-Innovation in Sachen Werterhaltung ist die neue seidenmatte Schutzfolie, die die Lackierung langfristig vor Schäden bewahrt – gerade bei zahlreichen Offroad-Fahrten ein großer Bonus. Sie ist umweltfreundlich, lösungsmittelfrei und vollständig wiederverwertbar. Kombiniert werden kann die Schutzfolie mit den Lackfarben Indus Silver, Gondwana Stone und Pangea Green. Sie wird bereits im Werk professionell aufgebracht.

Unser Fazit
Der neue Land Rover Defender ist ein echtes Kraftpaket, das buchstäblich alles mitmacht – von abenteuerlichen Offroad-Fahrten bis hin zu allfälligen Arbeitseinsätzen in jedem Gelände. Dank der zahlreichen Optionen und der klug verarbeiteten Details liefert der Newcomer außerdem eine Riesenportion Fahrspaß!


Ein (Reise-)Leben im Defender

Der Land Rover Defender ist für Karin und Klaus Boxel-Peitz seit zehn Jahren die perfekte Plattform für das Reisen abseits der ausgetretenen Pfade. Im Lauf der Jahre wurde das Standardfahrzeug in ein voll ausgestattetes Reisemobil umgebaut: Das Hubdach dient als Schlafplatz, die Inneneinrichtung bietet genügend Stauraum und gleichzeitig die Möglichkeit, sich bei schlechtem Wetter bequem im Inneren des Autos aufzuhalten. Mit diesem Expeditionsmobil hat das Ehepaar – neben diversen Reisen – auf einer einjährigen Auszeit nahezu alle Länder Europas und Teile Nordafrikas befahren und berichtet darüber auf dem Blog https://auszeit-reise.eu.

Warum gerade der Land Rover Defender? „Ausschlaggebend war die hohe Geländetauglichkeit sowie die sprichwörtliche Zuverlässigkeit“, berichtet Klaus Boxel-Peitz, „auch wenn einige unserer Bekannten anfangs durchaus ihre Zweifel hatten.“ Dazu kamen die vielfältigen Möglichkeiten, den Wagen auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen. „Und nicht zuletzt macht das Reisen mit diesem Kultfahrzeug einfach Spaß.“

Karin und Klaus Boxel-Peitz: Mit dem Defender durch marokko