Motor

Lesezeit: 9 Minuten

Mond trifft E-Auto

Text: Natalie Zettl

Fotos: MoonCity

Bezahlte Einschaltung

Bei MOON dreht sich alles um die E-Mobilität. Das Salzburger Unternehmen hat sich der automobilen Zukunft verschrieben – mit E-Lademanagement und Beratung, einer Batteriewerkstatt, einer Eventlocation und nicht zuletzt der MOONCITY Erlebniswelt.

E-Motoren schreiben Geschichte: Zum ersten Mal in der Entwicklung des Automobils ist es möglich, den eigenen Treibstoff mittels Photovoltaik selbst zu produzieren.

Die Welt der E-Mobilität
Die Zukunft ist grün – und damit wird ein Konzept für ökologisch unbedenkliche Fahrzeuge nötig. Wie E-Autos Umweltverträglichkeit mit modernster Technik vereinen und was das für die Zukunft bedeuten kann, vermitteln die Experten von MOON POWER in ihrem Kompetenzzentrum.

Der Sektor E-Mobilität ist immer mehr im Kommen – und damit stellen sich zahlreiche Fragen. Die MOON Experten schlagen die Brücke zwischen der alten und der neuen Welt der Mobilität und beraten Interessierte auch persönlich.

Leo Fellinger, Leitung MOONCITY

Alles aus einer Hand
„Uns ist wichtig, dass wir ein Ansprechpartner für alles sind, was mit E-Mobilität zu tun hat“, erklärt Thomas Reitsammer, der Leiter von MOON International. „Interessierte Besucher können mit ihren Fragen zu uns kommen, wir beantworten sie gerne.“ Dabei baut sich auch manches Vorurteil von selbst ab, das zum Thema E-Mobilität besteht. MOON bietet neben Beratung den Vorinstallationscheck, infrastrukturelle Vorbereitung, Installation und Inbetriebnahme sowie Support und Wartung an. In der hauseigenen Batteriewerkstatt werden schwächelnde Batterien wieder fit gemacht: „Weil Nachhaltigkeit gerade in diesem Bereich sehr wichtig ist.“ Auch bei bürokratischen Prozessen wie beispielsweise der Einreichung von Förderanträgen und der Abrechnung von Ladestationen hilft MOON gerne.

Mit dem eigenen Treibstoff mobil
Bereits im Jahr 1899 baute Ferdinand Porsche einen der ersten E-Motoren der Welt – und der kam hoch hinaus: 1971 wurde er im sogenannten Mondauto verbaut und mit ins Weltall genommen. Bis heute steht das Mondauto auf dem Mond – Ferdinand Porsches geniale Erfindung an Bord. Was bereits im vorletzten Jahrhundert seinen Anfang nahm, hat sich heute zu einem Modell weiterentwickelt, das dem Nutzer große Unabhängigkeit bringt: Kombiniert man Photovoltaik mit E-Mobilität, kann man selbst den Strom produzieren, den man für sein Fahrzeug braucht. Alles, was dazu nötig ist, ist ein photovoltaikfähiges Dach – und Lust, seinen ökologischen Fußabdruck positiv zu beeinflussen.

Mooncity

Eine Erlebniswelt für kleine und große Entdecker präsentiert sich in der Sterneckstraße: In der MOONCITY können Interessierte das Konzept E-Mobilität selbst entdecken – mit beeindruckenden Bildern und Modellen zum Anfassen.

Betritt man die MOONCITY, beginnt die Reise zum Mond: Sobald sich die Tür hinter einem schließt, rasen die Sterne an einem vorbei, immer schneller – bis schließlich das Raumschiff auf dem Mond ankommt und man bereit ist, auf Entdeckungstour zu gehen.

Spielerisch lernen
Der erste Schritt führt Besucher auf einen Fußabdruck-Scanner, auf dem der Fußabdruck abgebildet wird – das Bild wird dann auf einer Karte gespeichert, die man am Eingang erhält. Bilder von Mond und Sonne mit zahlreichen Infos runden den Eingangsbereich ab. An einer weiteren Station kann man ein E-Auto scannen, um zu sehen, wo sich Batterie, Ladestation etc. befindet – ein faszinierender Einblick, der auch so manchem Erwachsenen noch die eine oder andere Überraschung bescheren dürfte. Ebenfalls spannend: ein Spiel, bei dem man zu zweit gegeneinander antritt, indem man das Modell eines E-Autos aus Bauklötzen zusammenbaut, und die interaktive Karte, die beschreibt, wie man energieeffizient und umweltfreundlich leben kann. Eines der Highlights der MOONCITY ist die Simulation einer Stadt in der Zukunft, die Alternativen zu unseren „klassischen“ Mobilitätskonzepten aufweist – von Carsharing bis Aufladestraßen für E-Autos ist alles dabei. Besonders beliebt bei den kleinen Besuchern ist außerdem der Outdoor-Park, in dem man auf einem Parcours E-Roller ausprobieren kann und die E-Mobilität so ganz praktisch testet. Übrigens: Der Eintritt in die MOONCITY ist gratis.

Die MOONCITY bietet Raum zum interaktiven Erleben.

Eventlocation mitten in Salzburg
Das Foyer der MOONCITY kann für private Feiern angemietet werden und bietet Platz für bis zu 60 Personen. Mit seiner geradlinigen, modernen Ausstattung ist der Raum äußerst wandelbar und kann ganz an den jeweiligen Zweck angepasst werden. Auch ein sogenannter „Break Out Room“ für bis zu 20 Personen steht für Seminare und mehr zur Verfügung. Beide Räume verfügen über LED-Screens, die während des Events individuell genutzt werden können. Durch die zentrale Lage in der Sterneckstraße ist die MOONCITY ideal erreichbar – ob mit dem Pkw oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Die MOONCITY begeistert Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

E-Mobilität im Alltags-Check

MOON International Leiter Thomas Reitsammer stand uns Rede und Antwort zu den häufigsten Fragen rund um die Alltagstauglichkeit von E-Autos.

Thomas Reitsammer

Wie ist die Reichweite eines E-Autos?
Thomas Reitsammer: Die Reichweite wird immer größer. Bisher hatten E-Autos Reichweiten von circa 300 Kilometern – das entwickelt sich jedoch laufend weiter. Aktuell sind Reichweiten bei E-Autos von 500 km und mehr keine Seltenheit mehr. Zusätzlich wird auch die Infrastruktur immer weiter ausgebaut: Zahlreiche Firmen setzen bereits auf Ladestationen für die E-Autos ihrer Mitarbeiter – und auch zu Hause lässt sich eine solche übrigens leicht installieren: Ein Starkstromanschluss oder eine Wallbox reicht bereits aus, die Investitionskosten sind niedrig. Wenn ich also zu Hause und während der Arbeitszeit laden kann, bin ich schon ganz gut aufgestellt. Außerdem gibt es mittlerweile in ganz Österreich rund 15.000 öffentliche Ladepunkte für öffentliches Laden unterwegs.

Die Mutter aller E-Auto-Fragen: Wie lange dauert das Aufladen?
Thomas Reitsammer: Das hängt natürlich in erster Linie vom Auto ab. Ein Auto wie der ID.3 von Volkswagen mit der mittleren Batteriegröße kann mit Wechselstrom bis zu 11 kW laden. Das bedeutet, es ist innerhalb von 5 Stunden voll. Mit der Schnellladefunktion, welche der ID.3 auch hat, ist das Fahrzeug innerhalb von 30 Minuten auf 80 % geladen.

Sind E-Autos teuer?
Thomas Reitsammer: Aktuell gibt es tolle Förderungen auf E-Autos, welche vom Anschaffungspreis abgezogen werden können; derzeit sind das 5.000 € für neue E-Fahrzeuge. Die laufenden Kosten sind aber nochmals viel geringer. Der Benzinpreis kann einem egal sein, das ist schon einmal ein wichtiger Faktor. Man hat auch geringere Wartungskosten – viele Bauteile, die beim Verbrennungsmotor schnell verschleißen, fallen weg. Auch die laufenden Kosten für Strom sind auf 100 km gerechnet günstiger. Ein durchschnittliches E-Fahrzeug der Mittelklasse verbraucht ungefähr 15 kWh auf 100 km. Rechnet man das mit einem Strompreis im Privatbereich von ca. 20 Cent, kosten die 100 km nur ca. 3 €. Das ist schon sehr günstig.

Wenn jetzt immer mehr Menschen E-Autos fahren: Haben wir genügend Strom für umfassende E-Mobilität?
Thomas Reitsammer: Ja, haben wir! Man muss wissen, dass Österreich so viel Strom produziert, dass ein erheblicher Teil ins Ausland exportiert wird. Würde man ganz Österreich mit E-Autos ausstatten, bräuchte man nicht halb so viel Strom dafür, wie wir jährlich exportieren. Und in diese Rechnung ist jetzt noch nicht mit eingeflossen, dass bei diesem Szenario die Milliarden entfallen würden, die wir pro Jahr für importierte Treibstoffe und Öl ausgeben – mit diesem Budget könnte man dann auch die nachhaltige Energiegewinnung vorantreiben.

Wie ökologisch unbedenklich sind die Akkus in der Herstellung, aber auch in der Entsorgung?
Thomas Reitsammer: Wie ökologisch bedenklich oder unbedenklich die Herstellung eines Akkus ist, hängt davon ab, wo und wie er produziert wird. Man benötigt für diesen Prozess viel Strom – wird dieser nachhaltig produziert, so hält sich der CO2-Ausstoß in Grenzen und der ökologische Fußabdruck bleibt klein. Die meisten Hersteller haben Garantien für die Batterien von 8 Jahren. Die Batterien halten meist aber deutlich länger. Nach dem ersten Leben im E-Fahrzeug können die Batterien erst einmal eine Zeitlang als Hausbatterien dienen. Ist das nicht mehr möglich, können sie inzwischen zu sehr großen Teilen recycelt werden.