Jeep Wrangler 4xe nun auch elektrisch

Text: Stephan Kaindl-Hönig
Fotos: Hersteller, www.kaindl-hoenig.com, Pappas Salzburg; Music: www.bensound.com

Die 4×4 Ikone umweltverantwortlich und dennoch fortschrittlich.

Der neue Jeep Wrangler 4xe verbindet nun mit seinem Plug-in-Hybrid Konzept High-End 4×4 und Offroad-Performance mit der Nutzung von teilelektrischem bzw. vollelektrischem Fahren. Der direkt vor dem Hauptgetriebe positionierte E-Motor schafft ein sehr ausgewogenes Zusammenspiel mit dem fossilen Antrieb, wodurch kaum etwas zu spüren ist.

Die kombinierte Maximalleistung von 280 kW (380 PS), 637 Newtonmeter Drehmoment bzw. 6,5 Sekunden bis Tempo 100 sind eine Ansage und versprechen auch auf der Straße ein völlig neu dimensioniertes Vergnügen. Dabei leistet der bekannte 2,0 Biturbo Benzinmotor, dessen Lader mit einem eigenen dafür ausgelegten Kühlwasserkreislauf direkt am Zylinderkopf montiert sind, 272 PS und den elektrischen Vortrieb bietet ein 17 Lithium-Ionen Batteriepaket mit 17 Kilowattstunden Kapazität und 96 Zellen. Der flüssigkeitsgekühlte Hochspannungsmotor ersetzt die übliche Lichtmaschine und den Anlasser des Benzinmotors, was diesen auch noch agiler macht. Er ist mit einer Riemenscheibe an der Kurbelwelle angeknüpft. Der zweite am Automatikgetriebe angeknüpfte E-Motor ersetzt dort den hydraulischen Wandler. Sowohl der Verbrennungsmotor, als auch die beiden Elektromotoren ändern nichts am ausgeklügelten mechanischen 4×4 System des Wrangler und liegen allesamt in vorgeschalteter Funktion. Was man nach kurzer Fahrt bestätigen kann: Es ist unbestritten, dass die Verschränkung zwischen einem Geländefahrzeug, das es wirklich wissen will, einem uneingeschränkt tauglichen Straßenfahrzeug und einer bestens funktionierenden Hybridlösung möglich ist.

Optionen wie die Kriechfahrt im Elektromodus werden dabei beispielsweise noch wesentlich präziser zu kontrollieren und ermöglichen gleichzeitig im Stadtverkehr bis zu 50 Kilometer Reichweite im reinen E-Modus. Angesichts der Tatsache, in Zukunft sowieso zumindest ohne E-Unterstützung nicht mehr auszukommen, meistert der Jeep Wrangler nach den beliebten Volumenmodellen Renegade und Compass dies perfekt und beweist umso mehr, seine 80-jährige Geschichte und das Know-how in die Gegenwart zu transferieren. Ein Kraftstoffverbrauch von 3,5 Liter auf 100 Kilometer im Hybridmodus und eine 70 % geringerer CO2-Bilanz sind Faktum. Die Hochleistungs-Batterien schränken dabei übrigens das Kofferraumvolumen des Fahrzeugs nicht ein!

Die Varianten Sahara, Rubicon und 80th Anniversary, 17 Zoll bzw. 18 Zoll Räder, sowie verschiedene Dachkonfigurationen wie Softtop, Hardtop, elektrisches Softtop und Dual Top sind konfigurierbar. Je nach Ausstattung stehen zwei unterschiedliche und jeweils individuell einstellbare Allradantriebe (Selec-Trac oder Rock-Trac) und Sperrdifferentiale, elektrisch entkoppelbare Querstabis vorne, u.v.m. zur Verfügung.

Der Wrangler bietet neben dem neuen Hybridkonzept u. a. auch ein durchdachtes Fahrmodisystem „E-Selec“ mit drei Stufen, ein regeneratives Bremssystem und auch das komplette Paket, das man sich an Tools für Sicherheit und Komfort im Innenraum vorstellen kann. Die Individualisierungsmöglichkeit ist riesig und verfügt mit Jeep Performance Parts und Mopar über eine 300 Teile umfassende Auswahl an werksgefertigtem Zubehör.

Glauben Sie uns, der Wrangler hat weder im Gelände eingebüßt, noch wurde auf seine Gene vergessen, er überträgt diese bravourös in die Gegenwart und gleichzeitig in die Welt des Elektroantriebs. Umso mehr beweist er, dass er fähig ist, die seit 1941 währende Geschichte immer wieder zeitgemäß zu interpretieren.

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Wir wollten es wirklich wissen!

Extremtest mit Pappas und der Jeep-Familie im Outlaw

Es fing eigentlich alles ganz geordnet an, als der Auftrag reinkam, eine Geschichte über den neuen Jeep Wrangler umzusetzen. Im Nebensatz kam noch eine kleine hausinterne Sideinfo aus der Redaktion, dass Pappas auch Tuning macht.

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Völlig ahnungslos, insbesondere zum Nebensatz bezüglich Tuning, vereinbarte ich einen Besprechungstermin mit Werner Huber, dem Werkstattleiter bei Pappas, um ihn zu befragen. Vorerst der übliche Weg über den Empfang des imposanten Gebäudes und vorbei an den Mercedes und AMG Fahrzeugen, runter zur Werkstatt. Nach fünf Minuten Gespräch war klar, was es geschlagen hat. Die Firma Pappas macht wirklich auch Tuning und zwar im High-End Bereich. Gerade den Jeep Modellen, noch dazu wenn der zugehörige Fahrer das Potential auch leben will, tut es für die adäquate Anwendung im speziellen Umfeld gut, sich zumindest das Kleid etwas anpassen zu lassen. Änderungen an Fahrwerk, Bremsen, der Wechsel auf große All Terrain Reifen und optische Umbauten sind dabei aber keinesfalls das Ende der Fahnenstange.

Es geht auch um den heiligen Gral, nämlich um motorische Umbauten und Konzeptionen, beispielsweise einen verschärften SRT-Motor in einen Wrangler zu verpflanzen und dies auch wirklich haltbar und sicher zu machen. Eine Freude für jeden begeisterten PS Freund, denn hier bekommt man Beratung vom Feinsten und es werden Lösungen auf den individuellsten Kundenwunsch hin angefertigt, praktisch ohne Grenzen und dies mit einer Begeisterung, die es noch einmal schöner macht, wenn man sich verstanden fühlt.

Die Umbauten werden über die Salzburger Landesregierung eingetragen und wenn man hier tiefgreifende Änderungen genehmigt bekommt, dann spielen die Schrauber in der Königsklasse, denn jeder der die Szene kennt, weiß wie schwierig es oftmals ist, in Salzburg etwas Abgefahrenes eingetragen zu bekommen.

Denkt man sich nicht hier und da im Leben, warum habe ich die Büchse der Pandora geöffnet: Jetzt war mir völlig klar, wir müssen mit dem Jeep Portfolio und ganz besonders mit ein paar Tuningmonstern ins Gelände, wo es richtig zur Sache geht. Wir müssen den Beweis antreten, für Haltbarkeit und Qualität und parallel auch den Beweis antreten, was ein „herkömmlicher“ Jeep bereits kann, denn hier sind seine Gene zu einigem verpflichtet.

Gesagt, getan! Sofort war Herr Huber ebenfalls von der Idee begeistert und organisierte neben dem Gespräch ein paar Kunden sowie eine massive Kiesgrube mit Steilgelände, als wäre es der tägliche Gang zum Mittagstisch. In kürzester Zeit war alles ausgemacht und ein Tag fixiert – für Foto, Video und Drohne. Es galt nun, die Fahrzeuge in allen Geländevarianten zu testen und keinesfalls einen Persilschein auszustellen, sondern zu zeigen, dass sie ihren Namen zurecht tragen. Ich kann nur sagen: Es war ein Vergnügen und ja, sie haben bestanden!

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Wer glaubt, dass Kunde Andreas Ebner nur seinen extrem umgebauten Wrangler durch das schwierige Terrain manövriert hat, der täuscht sich gewaltig. Auch dem neuen orangefarbenen Rubicon hat er ohne jeglichen Umbau das gleiche Menü spendiert.

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Der Wrangler mit scharfem SRT Motor fliegt völlig ohne Widerstand durch das Gelände.

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Der neue Gladiator, ein Auftritt mit geballter Kraft und Größe. Er ist unser geheimer neuer Tuningfavorit und erscheint mit wenigen Änderungen nochmals martialischer.

43,6 Grad Böschungswinkel vorne, eine Bodenfreiheit von 28 Zentimeter und 76 Zentimeter Wattiefe sprechen eine klare Sprache.

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Fun und Action über die ganze Produktpalette von Jeep.

Auch der Compass meisterte die Aufgaben mit Eleganz.

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