Jeder Schluck ein Treffer!

Text: Doris Thallinger
Fotos: UWE BRANDL www.salzburg-cityguide.at

Leo HILLINGER lebt seine Weinleidenschaft. Eine Leidenschaft, die sich in besonderen Weinen, einer ungeahnten Vielfalt und bester bio-organischer Qualität widerspiegelt. Davon konnten sich die Teilnehmer unserer exklusiven Weinverkostung in der Leo HILLINGER Wineshop & Bar überzeugen.

Schauplatz Makartplatz 3, ein lauer Frühlingsabend: Vor der Leo HILLINGER Weinbar, direkt vor dem Eingang zum Mirabellgarten, findet sich eine Truppe weinaffiner Männer zusammen. Sie wollen es heute genau wissen: Welche Weine sind die besten aus dem Hause Leo HILLINGER? Doch bevor es ans Verkosten geht, füllt Stefan Karl, Manager der Leo HILLINGER Wineshop & Bar Salzburg, die Gläser zur Einstimmung mit einem prickelnden Aperitif: dem HILL Brut. Strahlend gelb leuchtet er im Glas, im Gaumen angelangt, verführt er vom ersten Schluck an mit feiner Perlage und fruchtigen Aromen, die an Zitronen und Beeren erinnern.

So gemütlich wäre es nun, im lauschigen Gastgarten zu sitzen, die Menschen zu beobachten, die in Richtung Mirabellplatz flanieren. Doch – es gibt etwas zu tun. Immerhin 14 Weine warten darauf, verkostet und bewertet zu werden. In Zweier-Flights treten jeweils ähnliche edle Tropfen gegeneinander an, stets begleitet von der unterhaltsamen Expertise durch Leo HILLINGER-Vertriebsleiter Günther Christandl.

Zu Tisch!
Im behaglichen Ambiente der Weinbar ist bereits alles vorbereitet: Zwei Gläser stehen für jeden der Herren bereit ebenso wie die verschiedensten österreichischen Schmankerl: uriger Speck, köstlicher Schinken, feinster Käse und viele weitere Schmankerl, die dem Motto „More than a bar“ alle Ehre machen. Noch vor dem ersten Schluck vermittelt Günther Christandl erstes Wissen über das HILLINGER Weinbaugebiet und seine Weine. Selbst als gebürtiger Steirer kommt er dabei nicht umhin, angesichts der Weine aus dem Burgenland ins Schwärmen zu geraten. Die Weingebiete vom Weingut Leo HILLINGER verteilen sich auf über 100 Hektar Anbaufläche in der Region Leithaberg am Neusiedlersee und rund um Jois, Rust und Oggau.

Easy drinking
„Easy drinking, easy going“ geht es los in der Kategorie „Frisch & fruchtig“, verkostet wird zum einen der Gelbe Muskateller aus dem Jahr 2021, zum anderen der Sauvignon Blanc 2020. Beides sind frische Weine, leicht zu trinken. Insbesondere der Gelbe Muskateller überzeugt mit fruchtigen Aromen nach Mango und Ananas und der femininen Note, während der Sauvignon Blanc mit dem Duft von Beeren und floralen Aromen punktet. Als Sieger geht an diesem Abend eindeutig der Gelbe Muskateller hervor, wie die Teilnehmer der Weinverkostung sich gegenseitig fachmännisch bekräftigen: „Es ist die Ananas!“

Bio-organischer Anbau
Sind die Weingärten des Leo HILLINGER im Laufe der Jahre zwar immer mehr und größer geworden – eines hat sich dabei nicht verändert: der höchste Qualitätsanspruch. Für Leo HILLINGER ist dabei Qualität untrennbar mit biologischer Bewirtschaftung verbunden. Nachhaltigkeit wird de facto gelebt: „Zum Beispiel wurden sämtliche Traktoren umgebaut, um mit einer Fahrt drei Arbeitsschritte zu erledigen: putzen, ernten und säen. So wird möglichst wenig Treibstoff verbraucht!“, plaudert Günther Christandl aus dem Nähkästchen. „Die Trauben werden außerdem nur in den Nachtstunden geerntet, durch die geringeren Temperaturen kann man auf den Einsatz von Schwefel verzichten.“ Etwas kräftiger geht es schließlich in Runde zwei weiter: Blanc de Noir 2021 vs. HILLSide White 2020. Für den Blanc de Noir wird die rote Traube des Pinot Noir zu Weißwein gepresst. Frisch und beerig tritt er gegen die Cuvée aus Grauburgunder, Chardonnay und Gelbem Muskateller an. Eine schwierige Entscheidung – beide Weine schneiden im Geschmack unserer Tester sehr gut ab.

„Bestes Alter“ vs. „Jungspund“
Im dritten Flight steigt die Spannung: Jetzt wagen sich sozusagen Vater und Sohn in den Ring mit dem HILL2 aus dem Jahr 2017 zum einen und dem Jack White 2018, Zusatz: „without Dad“. Für Leo HILLINGER selbst war der Start als Weinbauer sicherlich kein einfacher – waren da anfangs doch 13 Mio. Schilling Schulden und weniger als ein Hektar Weingarten, die er geerbt hat. „Leo war einer der ersten, der alles auf den Kopf gestellt hat“, erzählt Günther Christandl. „Trotz aller ungünstigen Vorzeichen hat er einen neuen Kredit aufgenommen – für eine mobile Weinabfüllanlage. Die Idee hat eingeschlagen: Die Anlage war nach einem Jahr abbezahlt.“

Mit viel Mut, großem Willen und Konsequenz hat Leo HILLINGER von da an seinen Weg gemacht, der ihn zum Erfolg geführt hat. Für seinen Sohn Leo Thaddeus hat er sich einen einfacheren Start gewünscht, als dieser mit 16 Jahren Interesse am Weinbau bekundete. Herausgekommen ist dabei mit Jack White eine weiße Cuvée mit Cassis-Aroma und ordentlich Pfeffer. Ein Wein, der an diesem Abend sehr gut ankommt – und dennoch, bei der Abstimmung zeigt sich: Noch hat der Wein des Vaters die Nase vorne. Die Zukunft wird zeigen, wie lange noch.

Rot wie die (Wein-)Liebe
Nach sechs Weißweinen kommen endlich die Roten, die laut Franzosen „wahren Weine“ zum Zug. Der Blaufränkisch 2019 duelliert sich mit dem Zweigelt 2019. Bei beiden Single Grape Varianten zeichnen sich die typischen, kräftigen Aromen ab: nach Leder, Tabak, Hölzern und Kirschen. Beides Weine, die an einem lauschigen Abend glücklich machen – unsere Herrenrunde entscheidet sich für den Blaufränkisch als Testsieger. Mit dem HILLSide Red 2018 geht schließlich ein „Everybody’s Darling“ ins Rennen gegen den Cabernet Sauvignon 2016, der, geprägt von Cassis-Aromen und seiner Schwere, ideal als Begleiter zu einem feinen Dinner passt. Während der HILLSide Red noch eher unter die Kategorie „Easy drinking“ fällt, würde der Cabernet Sauvignon fast schon als Digestif durchgehen – und hat damit den Großteil der Stimmen auf seiner Seite. Mit „Herzblut in seiner edelsten Form“ geht es weiter in die sechste Runde, die der Pinot Noir Terroir 2016 gegen den Blaufränkisch Leithaberg 2017 bestreitet. Sehr würzig mit viel Frucht und den Aromen von Pfeffer und Tabak findet der Pinot Noir Terroir guten Anklang, muss sich am Ende jedoch der feingliedrigen Struktur und der angenehmen Frische des Blaufränkisch geschlagen geben.

Grande Finale
Irgendwann neigt sich auch die beste und unterhaltsamste Weinverkostung ihrem Ende zu. Im finalen Flight stehen sich nun einmal mehr Vater und Sohn gegenüber. Ein Klassiker aus dem Hause Leo HILLINGER, der HILL1 aus dem Jahr 2015, tritt gegen den jungen Jack Red 2018 an. Beide Weine sind im Premiumsegment zuhause. Die Herren sind begeistert von der fruchtigen Nase und dem dennoch reifen Tannin des „Jüngeren“ – als Sieger setzt sich letzten Endes aber wie auch schon beim Weißwein der „Ältere“ durch.

Die Spitze des Eisbergs
Nach einem ausgesprochen vielfältigen Auszug aus dem Angebot an Leo HILLINGER Weinen hat Günther Christandl eine Überraschung im Talon: Ein ganz besonderer Tropfen wartet noch darauf, gekostet zu werden, der Icon HILL, ein Wein, wie es ihn kein zweites Mal gibt. Schon die Flasche ist ein Kunstwerk, designed von niemand Geringerem als Zaha Hadid. Welche Trauben sich in der Flasche treffen? Das weiß niemand außer Leo HILLINGER höchstpersönlich. Für ihn eine Liebhaberei, spricht der Geschmack für sich: Ein Wein, der mit keinem anderen vergleichbar ist. Nie an diesem Abend waren sich alle Beteiligten so einig – der Icon HILL ist die geschmackliche Spitze des Eisbergs!